Auf was muss ich beim Kauf eines Velohelms achten?

Alle Velohelme müssen die Sicherheitsanforderungen der europäischen Norm EN 1078 erfüllen. Dies ist dann der Fall, wenn der Helm mit einer entsprechenden Etikette versehen ist. Der Velohelm sollte im Geschäft sorgfältig anprobiert werden. Dabei ist wichtig, dass er gut sitzt, nicht drückt und nicht wackelt.

Beachten Sie die Broschüre Radfahren

Nur ein richtig angepasster Velohelm bietet wirksamen Schutz.

Beachten Sie das Info-Blatt «Den Velohelm richtig anziehen»

Nach einem Sturz, bei dem der Velohelm einen starken Schlag erlitten hat, muss er ersetzt werden. Jeder Schlag beeinträchtigt das Material und die Schutzwirkung ist nicht mehr gewährleistet.

Auch das Alter des Helms spielt bei der Schutzwirkung eine Rolle. Wärme, Sonne, Regen, Schweiss und Erschütterungen beeinträchtigen auf Dauer die stossdämpfende Wirkung des Materials. Ein häufig benutzter Helm sollte deshalb nach circa 5 Jahren ersetzt werden.

Ja, tragen Sie einen – auch dann, wenn Sie nur kurz unterwegs sind. Internationale Forschungsarbeiten belegen, dass ein Velohelm bei einem Aufprall das Risiko einer Kopfverletzung deutlich reduzieren kann. Die Schutzwirkung von Velohelmen wird von Experten nicht in Frage gestellt. Richtig ist, dass über ganz spezifische Fragen der Wirksamkeit (welche Kopfverletzungen werden durch welche Helmkonstruktionen wie stark reduziert?) international laufend Forschung betrieben wird. Dadurch werden Velohelme kontinuierlich in ihrer Wirkung optimiert. Wenn in den Medien punktuell verbreitet wird, die Wirksamkeit von Velohelmen sei aufgrund dieser offenen Fragen nicht nachgewiesen, ist dies eine falsche Schlussfolgerung.

Ein Velohelm ist keine allgemeine Lebensversicherung. Die durch internationale Forschungsarbeiten belegte Schutzwirkung variiert je nach Studie. Ob ein Velohelm das Risiko einer Kopfverletzung um 67 %, um 50 % oder «nur» um 33 % reduzieren kann – um einige Zahlen zu erfinden – und ob er gegen Gehirnerschütterung oder Schädelbruch mehr nützt, ist aus Sicht der Prävention zweitrangig (auf Forschungsebene aber relevant). Wichtig ist, dass das Risiko überhaupt reduziert wird – und das ist unbestritten. Aufgrund diverser Studien geht die bfu davon aus, dass ein Velohelm das Risiko einer Kopfverletzung um rund 40 % reduzieren kann.

Die bfu führt diese Liste nicht mehr, da heute alle Velohelme die Sicherheitsanforderungen der europäischen Norm EN 1078 erfüllen müssen.

Der Helm ist innen und aussen mit Wasser und Seife zu reinigen. Lösungsmittel dürfen nicht verwendet werden. Sie greifen die Kunststoffschale an und beschädigen sie.

Die bfu erachtet us.a. folgende Zielsetzungen zur Verbesserung der Sicherheit der - nebst dem Fördern des Fahrradhelms - als zentral:

  • Sichere, normgerechte Infrastruktur für den leichten Zweiradverkehr (v.a. bei Knoten)
  • Innerorts 30 km/h auf siedlungsorientierten Strassen und 50 km/h auf verkehrsorientierten Strassen (begleitet durch sicherheitsförderliche bauliche Massnahmen)
  • Vorausschauendes, partnerschaftliches Fahrverhalten der Motorfahrzeuglenkenden gegenüber den Radfahrenden
  • Förderung des Gefahrenbewusstseins der jugendlichen und erwachsenen Radfahrenden

Die polizeiliche Unfallstatistik der Schweiz zeigt tatsächlich, dass zwei Drittel der Velofahrenden ihre schweren Verletzungen bei einer Kollision mit einem Auto erleiden (aber: nicht immer ist der Motorfahrzeuglenker der Schuldige). Etwa ein Drittel der schwer verletzten Velofahrenden verunfallt ohne Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs. In Wirklichkeit ist der Anteil der Selbstunfälle sicher höher: Einen Arzt aufzusuchen ist oft naheliegender als die Polizei zu rufen. Selbstunfälle machen in Versicherungsdaten gut 80 % aus. Somit sind beim Velofahren keineswegs nur «die anderen» gefährlich. Zu betonen ist aber, dass Kollisionen mit Motorfahrzeuglenkenden für Velofahrende oft schwerere Verletzungen nach sich ziehen als Selbstunfälle. Zur Verbesserung der Sicherheit braucht es vielseitige Massnahmen. Der Velohelm ist nur eine davon.

 

Sobald sie selber Velo fahren oder wenn sie im Kindersitz, Veloanhänger oder auf dem Trailer-Bike mitgeführt werden. Velohelme gibt es bereits ab einem Kopfumfang von 44 cm. Sie sind im Kinder- oder Velofachgeschäft erhältlich.

Wichtiger Hinweis: Kinderärzte empfehlen, Kinder nicht vor dem vollendeten ersten Lebensjahr im Velokindersitz mitzuführen.

Beachten Sie die Broschüre Kindertransport mit dem Fahrrad

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